High Intensity Escort*

*echt
*emotional
*tief
*schmutzig
*romantisch

(Muhaha, Werbesprech!)

 

Aber mal im Ernst.

Wenn sich High Class Escort daran festmacht, dass Lady auf ihrem Modelkörper Designerkleidung trägt, ein geläutert Maß Bildung besitzt, und sich in der Öffentlichkeit zu benehmen weiß, dann muss ich wohl doch einen anderen Begriff finden, um mich, meine Schublade, auf den Punkt zu bringen.

Nun, natürlich weiß ich mich zu benehmen, wenn es darauf ankommt. Und ich denke, wer mich ab und an liest, macht sich auch über mein Bildungsniveau keine allzu großen Sorgen.

Und auch ich finde Freude an tollen Designern, hochwertigen Kleidern und Accessoires, wie ihr ja wisst. Aber eben bis heute nicht am oberen Ende, das ist bisher einfach nicht mein Lebensstil.

Und sogar am Modelkörper arbeite ich gerade, davon mal ganz abgesehen. Einfach als Experiment für mich: „Was geht da alles? Wie fühlt es sich an?“ Ich spreche dabei von Clean Eating und Sport, nicht von OPs.

Dann, wenn ich also meinen Körper erfolgreich gestählt hätte und mir ein paar Designerklamotten in den Schrank gehängt haben werde / würde, dann wäre ich also tatsächlich High Class Escort… ?

Und müsste ich dann eigentlich teurer werden? Wohl! Ich kann ja den Preis von der Kleiderwahl abhängig machen… Im Comma Kleidchen Preis X, in den Louboutins Preis Y. Klingt doch fair.

Aber das sind nur ein paar alberne Gedanken.
Deshalb, um mal wieder auf die Überschrift zurück zu kommen, dachte ich mir, ich brauche ein anderes Wort. Einen Begriff, der zu dem passt, was ich bin, anstatt dass ich mich einem etablierten Begriff ‚qualvoll‘ unterordne.

Was ich jetzt schon bin
Natürlich bin ich nicht die einzige, aber… es gibt Menschen, die behaupten, da sei ich schon ganz weit oben, weil es fühle sich bei mir eben überhaupt nicht wie Escort an… Und genau so fühlt es sich für mich absolut richtig an. Genau so macht es mir unglaublich große Freude. Das ist es, wie ich Escort leben will und lebe.

 

High Intensity Escort.

Was ist das?
Das ist Escort, das sich eben nicht wie ein Escort Date anfühlt. So wirklich nicht. Es fühlt sich an, wie eine Affäre. Ist es auch. Manchmal eine kurze Affäre, oder eben ein One-Night-Stand, der aber, im Unterschied zu den meisten dieser Nonprofit-Sex Erlebnissen, einzigartig gut und dabei völlig folgenlos ist. Und das gilt im romantischen Bereich natürlich ganz genau so wie im BDSM.

Wer mich kennt, weiß, ich habe ein sehr großes Talent, mich auf mein Gegenüber wirklich und tatsächlich einzustellen. Ich höre wirklich zu. Bedeutet, ich warte nicht, während mein Gegenüber spricht, darauf auch was sagen zu können, nein, ich höre einfach nur zu. Was mein Gegenüber sagt, ist mir wichtig.

Und ich bin, je nachdem wem ich begegne, auch durchaus sehr unterschiedlich, in meinem Verhalten. Mal eher devot und /oder passiv, mal aktiver und dominanter. Und damit meine ich jetzt nicht (ausschließlich) den körperlichen Part.*:-) Und genau das macht mir Freude. Ich bin sehr wandelbar und wandlungsfähig, und immer wieder in andere Rollen zu schlüpfen, weil ich einem anderen Gegenüber begegne, ist für mich eine gigantische Spielwiese. Große große Freude.

Ob nun im Gespräch, in gemeinsamen Unternehmungen oder beim Sex, ich liebe es, mich in mein Gegenüber hinein zu versetzen und ihm aufrichtig liebevoll zu begegnen (ich sag nur Tantra), in dem, was er gerade braucht, wie es ihm gerade geht. Das ist für mich eindeutig das spannendste überhaupt, am Escorten.

Mal davon abgesehen, dass ich dreisterweise mit dieser kleinen Nebenbeschäftigung mein gesamtes Sexleben realisiere. Für mich gibt es tatsächlich schon seit mehreren Jahren keinen Sex außerhalb eines Escortdates. Haltet mich für verrückt, ist aber wirklich so.

Was mein Gegenüber braucht, ist oft sehr unterschiedlich:
Das kann schlicht und ergreifend wilder, hemmungsloser Sex sein, oder auch vorher und nachher Händchen halten, reden, kuscheln, oder aber auch mal ein ordentlicher Peitschenhieb auf den Hintern. 🙂
(Nein, ich bin nicht dominant veranlagt, aber ich switche durchaus, wenn es in der Situation passt.)

Durch meinen tieferen Einstieg in den BDSM Bereich bin ich auch nicht mehr so zimperlich, was das Klarstellen von Wünschen und Bedürfnissen angeht, wie ihr mich früher einmal erlebt habt.

Auch bin ich, wie ich nun schon mehrfach berichtet bekommen habe, viel freundlicher, persönlicher, lockerer, wenn ich einem Herrn per Mail, telefonisch und dann real begegne, als meine wohl etwas durchgestylten Texte (ich bin nunmal Wortfetischistin) vielleicht vermuten lassen.

Ich bin im Kontakt mit meinem Gegenüber schlicht authentisch bei der Sache. Das hat den Vorteil, dass es sich für beide von uns echt und gut anfühlt, den Nachteil, dass ich rigoros gehen muss, wenn ich spüre, dass ich eben keine echte Lust habe.

Und ich bin, das hat eine Kollegin im Fetischbereich einmal festgestellt, und darauf bin ich ehrlich gesagt auch heute immer noch wirklich stolz (schmunzelnder Weise natürlich), ein „echtes Luder“.

Das hat sich tatsächlich verändert, seitdem ich begonnen habe zu escorten und zu callgirlen (das macht nämlich ab und zu auch riesen Spaß), ich bin sexuell deutlich aufgeschlossener, neugieriger und abenteuerlustiger geworden. Vieles, was vor 1-2 Jahren noch undenkbar war, ist heute für mich schlicht schön, heiß, aufregend.
Nur eines hat sich nicht verändert, und das wird ganz sicher auch so bleiben.
Die Chemie muss stimmen. Ich brauche ein Gegenüber, das mich interessiert, mich zum Lachen bringt, mit mir flirtet, ganz so, als hätten wir schlicht eine kleine, heiße Affäre.

 

Also denn, auf: Schreib mir einfach unter Kontakt.
Ich steh total auf nette Worte.
Das ist schon die halbe Miete.

Ich bin halt ne Frau. 🙂